Mac OSX Ruhezustand nach Zeit

Ich habe mal ein kleines Bash-Skript geschrieben, mit dem man seinen Mac nach einer Eingabe von einer Minutenzahl eben übers Terminal in den Ruhezustand schicken kann, ohne gleich die Energieeinstellungen von OSX ändern zu müssen.
Ist im Grunde nur eine kleine if-Abfrage mit sleep Befehl.

Im folgenden eine kurze Copy&Paste Anleitung für das Terminal: Paket herunterladen, entpacken, in /usr/local/bin kopieren und ausführbar machen.

 
Ausführen kann man das ganze im Terminal dann z.B. mit 30min Wartezeit:
schlafen 30

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Defektes Wlan/Bluetooth beim iPhone 4s iOS7 reparieren

Wie dem einen oder anderen iPhone 4s Besitzer aufgefallen sein dürfte, ist/sind seit dem Update von iOS6 auf 7 der WLAN- und/oder der Bluetooth Button deaktiviert.
Durch einen Produktionsfehler ist bei dem Chip für Wifi und Bluetooth (s. Foto) eine sogenannte kalte Lötstelle aufgetreten, die sich durch massive Benutzung der Wlanverbindung erst bemerkbar gemacht hat.
Da vermutlich die meisten Benutzer die praktische interne Upgradefunktion des iPhones ohne iTunes benutzt haben, muss das iPhone daher selbst das paar GB große Installationsimage über Wlan downloaden. Dabei wird eben dieser Wifi-IC besonders warm. Durch thermischen Verzug reißt dann diese eine schlecht gelötete Stelle unter dem IC und führt zu ausfällen des Wlans.

Bemerkbar hat sich das Ganze in meinem Fall dadurch gemacht, dass beim Zugriff auf diese beiden Dienste die Systemeinstellungs-App gecrasht ist. Nach einem Hardreset waren die Wlan/Bt Einstellungen deaktiviert und ausgegraut.
Falls das bei Euch nicht der Fall sein sollte, besteht ein Problem mit der Antenne und/oder dem Anschluss. Dies könnte man durch neu einlöten wieder reparieren, aber das werde ich hier nicht beschreiben.

iPhone schematic

iPhone 4s Logicboard

Kalte Lötstellen lassen sich leicht wieder reparieren, wenn man entweder einen Lötkolben rumfliegen hat- oder eben einen Backofen.
Da man in diesem Fall nicht an die Lötstellen des Chips herankommt, bleibt als Laie nur noch die letzte Möglichkeit übrig. Die Chance, dass ein Gerät soetwas überlebt liegt m.E. schätzungsweise bei 50% oder weniger. Da ich selbst aber schon meinen iMac(G4 – Grafikfehler) 3x und das iPhone 1x mit 100% Erfolg “gebacken” habe, liegt die Überlebensrate bis jetzt bei 100% ;)

Hinweis: Diese Anleitung setzt voraus, dass man sich mit dem zerlegen solcher Geräte auskennt! Außerdem tut dies jeder auf seine Verantwortung! Mit dem Öffnen des iPhones erlischt jegliche Garantie! Wer das Smartphone professionell reparieren lassen möchte, muss sich an Apple oder eine zertifizierte Werkstatt richten!

Board 4S in aluZuallererst muss das Logicboard ausgebaut werden. Dies dann 3-4 Schichten in Alufolie einwickeln und vorsichtig den besagten Chip freilegen, damit die Hitze dort wirken kann. Dieser ist oben auf dem Bild mit einem Kreis markiert.

Sobald dies erledigt ist, sollte das Teil auf einem Blech in den auf 200°C vorgeheizten Backofen (Umluft) geschoben werden. Nach 3:30min wieder vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen. Das Board solange nicht berühren oder auspacken, da die Lötstellen am Anfang noch flüssig sein können. Ein Anfassen hätte ein mögliches verrutschen von elektronischen Bauteilen als Folge.

Das Ergebnis nach dem Einbau kann sich sehen lassen:

4S Backergebnis

 

 

 

 

 
UPDATE:
Nach längerer intensiver Nutzung über einen längeren Zeitraum fingen die o.g. Probleme erneut an. Heute bin ich dazu gekommen, den Wlanchip mal unter eine Heißluft-Reworkstation zu halten. Die schafft wesentlich höhere Temperaturen als ein herkömmlicher Backofen.
Heißluft-Rework
Das Ergebnis: es funktioniert wieder! Wenn es irgendwann wieder Probleme geben sollte, werde ich den Chip komplett neu einlöten (reballing) und berichten. Ansonsten: Erstmal Ruhe!

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Mac OS X – AdBlocking

Ich habe hier mal beschrieben, wie man mit seinem DD-WRT basiertem Router eine Hostdatei hinzufügt und so viele Werbeserver wie möglich ausblendet. Falls man nun keinen Router derart bei sich stehen hat und/oder mobil mit seinem Mac unterwegs ist, kann mithilfe eines kleinen Tools auch auf diese Art Werbung loswerden. Wie das in Verbindung mit meiner generierten Hostdatei geht und wer lieber ein Tool zur Editierung der /etc/hosts benutzen möchte, sollte weiterlesen:

Das Tool, das benötigt wird, nennt sich “Gas Mask” und ist hier kostenlos erhältlich.

Nach der Installation startet man nun das Tool, falls es nicht schon automatisch gestartet wurde.
Oben in der Symbolleiste findet sich nun eine kleine Abbildung einer Gasmaske.
Dort draufklicken und “Show Editor Window” auswählen.

Es öffnet sich nun das Editor Fenster, in dem einmal die Originale, interne Hostdatei von OS X angezeigt wird. Hier muss nichts geändert werden. Gas Mask hat die tolle Funktion, diese und eine (oder mehrere) externe Hostdatei(en) herunterzuladen und zu kombinieren.

Nun auf “Create” klicken und “Remote” auswählen.
In dem neuen Reiter nun die URL der automatisch generierten Hostdatei einfügen:

Bildschirmfoto 2014-03-17 um 10.57.05

Copy&Paste ist dein Freund ;) – dann auf “Add” klicken.

Nun wird die Datei automatisch heruntergeladen und in die Liste links übernommen.

Die beiden Dateien müssen jetzt noch kombiniert werden. Wer aufgepasst hat, sollte wissen wo das geht.
Nocheinmal auf “Create” und dann auf “Combine” klicken. Auf der rechten seite steht im Grunde schon alles wie man das erledigt. Oben die Originaldatei auswählen und mit “+” ein zweites Feld hinzufügen und die Remote-Datei auswählen.
Oben noch auf “Save” und “Activate” und fertig ist das Ganze.
Wenn alles geklappt hat, sollte links in dem Editorfenster ein Haken vor “Combined” stehen:

Bildschirmfoto 2014-03-17 um 11.06.03

Das Fenster kann nun geschlossen werden. Die Hostdatei kann später in der Symbolleiste über den Menüpunkt “Update Remote Files” aktualisiert werden.

Aktuell beinhaltet die Version 0.6 unter 10.6 anscheinend einen Bug, das zum sofortigen Absturz des Programms beim Starten führt, wenn Remoteeinträge angelegt und kombiniert werden. Dies sollte die dann bereits editierte /etc/hosts aber nicht weiter beeinträchtigen.
Da ich das nur unter 10.6 testen kann, weiß ich allerdings nicht, ob dieser Bug auch auf den neueren Betriebssystemen auftritt.

Falls einer von euch auch dieses Problem hat; hier die Lösung:
Um Gas Mask wieder ans laufen zu bekommen, muss man im Finder/Terminal (jedem selbst überlassen) die Remote Hostdatei aus dem Ordner ~/Library/Gas Mask/Remote löschen. Dann sollte ein erneutes Starten des Programms funktionieren. Der Remoteeintrag muss dann neu angelegt werden. Alternativ ließe sich die hosts.txt auch manuell hinzufügen, dann tritt der Bug nicht auf.

Soweit ich weiß existiert eine v0.7 auf GitHub, die selbst kompiliert werden muss. Vielleicht ist da der Bug schon behoben…


Ein äquivalentes Programm für Windows nennt sich HostsMan und wurde bereits in Caschys Blog vor Jahren erwähnt.
Da ich kein Windows benutze kann ich zu dem Programm leider nichts erzählen.

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Telekom-Bahn Hotspots überall nutzen

20131023-155229.jpg

Die Bahn hat sich letztens ja mit der Telekom zusammengetan, um an bestimmten Bahnhöfen 30min lang kostenloses Internet an den üblichen T-Hotspots zu verfügung zu stellen.
Wenn man nun woanders einen Telefonzellenhotspot bemerkt, der nicht unbedingt am Bahnhof steht, sondern irgendwo in der
Stadt/Pampa/woauchimmeraußerMcDonalds, gilt diese Hotspotfunktion ebenfalls. Sie ist nur nicht direkt erkennbar. Wenn man nun die URL (cms-hotspot.telekom.de/remote/TD/db-stationandservice-sms/de_DE/web/start/index.html) auf die man bei einem offiziellen Bahn-Hotspot umgeleitet wird, abspeichert und diese bei einem normalen T-Hotspot aufruft, kann man sich dort auch einen Logincode an sein Handy schicken lassen und 30min lossurfen.
Das sollte theoretisch auch an anderen Bahnhöfen funktionieren, die nicht auf der Liste stehen, aber Hotspots der Telekom besitzen.
Ob das beabsichtigt war oder nicht; diese Lücke ist voll und ganz akzeptabel! Danke Bahn und Telekom! :)

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DD-WRT VPN: PPTP Tunnel mit 2 Routern

Wer schonmal eine VPN Brücke aufgebaut hat, weiß, dass es manchmal ziemlich nervig sein kann, wenn die Geräte nicht so wollen wie man selbst will. Daher möchte ich die Einrichtung mal nach erfolgreichem Aufsetzen so einer Brücke zwischen zwei DD-WRT geflashten Routern mit diesem kleinen Tutorial festhalten:

Folgendes soll realisiert werden:

(Computer1)—Subnet1—Router1 mit PPTP-Server—Internet—Router2 mit PPTP-Client—Subnet2—(Computer2)

Das Routing soll Bidirektional und über dynamisch vergebene ISP IP’s laufen.

Zur Verfügung stehen zwei Router mit DD-WRT firmware. (In meinem Fall ist dies eine LaFonera der Uraltgeneration mit der Firmware: DD-WRT v24-sp2 (08/07/10) std und ein Linksys WRT54GL V1.1 mit der FW: DD-WRT v24-sp2 (08/07/10) vpn)

Grundkonfig für Router 1 (Lafonera):

  • Addresse: 192.168.1.1
  • Netzmaske: 255.255.255.0
  • Gateway: 0.0.0.0
  • DHCP Range: 192.168.1.100-150
  • DDNS: router1.no-ip.com (DDNS Account bei einem Dienst aus der Liste anlegen- s. Foto unten)

Grundkonfig für Router 2 (WRT54GL):

  • Addresse: 192.168.2.1
  • Netzmaske: 255.255.255.0
  • Gateway: 0.0.0.0
  • DHCP Range: 192.168.2.100-150
  • DDNS: router2.no-ip.com

ROUTER 1:

  1. Im Webinterface einloggen, dann auf Setup>Basic Setup klicken.
  2. Router- und Hostnamen setzen
  3. Local IP Address auf 192.168.1.1 setzen
  4. Subnet Mask auf 255.255.255.0 setzen
  5. auf save klicken

DDNS einrichten:

ddns

Setup>DDNS
Dienst auswählen, bei dem 2 Accounts anlegen und die Accountdaten vom ersten im Webinterface eintragen:

 

 

 

Nun müssen wir eine Route anlegen, damit die Daten auch durch den VPN Tunnel gehen und nicht woanders hin.
Dazu zu Setup>Advanced Routing gehen und folgendes eintragen:

  1. Route Name: z.B. router2
  2. Metric: 0
  3. Destination LAN NET: 192.168.2.0
  4. Subnet Mask: 255.255.255.0
  5. Gateway: 192.168.1.190
  6. Interface: ANY

router2

Da der PPTP-Server an seine Clients eigene IP-Adressen vergibt, muss man in der Route auch angeben, dass der Traffic dorthin umgeleitet werden muss- in dem Fall 192.168.1.190. 192.168.2.1 wird nicht funktionieren! Erst danach ist der Router 192.168.2.1 mit einem Ping erreichbar.

 

 

  1. Dann unter Security>Firewall Filter WAN NAT Redirection deaktivieren.

Nun wollen wir den PPTP-Server unter Services>VPN konfigurieren:

  1. PPTP-Server: Enable setzen
  2. Broadcast support: Enable
  3. Force MPPE Encryption: Enable (wir wollen ja nichts unverschlüsselt übertragen)
  4. DNS1&2: leer lassen
  5. WINS1&2: leer lassen
  6. Server IP. 192.168.1.1
  7. Client IP(s): 192.168.1.190-199 (Schreibweise exakt nach dem Muster und außerhalb der DHCP IP-Vergabeliste. Kann auch was anderes als 190-199 sein- sollte aber dann oben auch geändert werden. Mehr dazu gleich.)
  8. CHAP-Secrets: Router2 * Ganzgeheimespassworthiereinsetzen * (wichtig: zwischen den Sternchen muss eine Leerstelle sein!)
  9. Save und apply Settings anklicken
  10. Router neustarten: Administration>Reboot Router (ganz unten)

Der erste VPN-Client der sich später verbindet, wird dann die erste IP aus dem Range zugewiesen bekommen. in dem Fall ist das die 192.168.1.190. Daher muss diese IP auch in der Route stehen, wenn der Router2 sich verbindet. Und zum erneuten Route aufbauen sollte sich dann auch kein anderer verbinden, da sonst eine andere IP zugewiesen wird. Dann muss die Route angepasst werden.

ROUTER 2:

  1. Im Webinterface einloggen, dann auf Setup>Basic Setup klicken.
  2. Router- und Hostnamen setzen
  3. Local IP Address auf 192.168.2.1 setzen
  4. Subnet Mask auf 255.255.255.0 setzen
  5. auf save klicken

DDNS einrichten:

Setup>DDNS

Rest wie oben, nur die Accountdaten der 2. Adresse router2.no-ip.com eingeben.

 

Damit nun die Pakete auch auf die andere Seite kommen, gehen wir nun wieder zur Routeneinstellung unter: Setup>Advanced Routing

  1. Route Name: z.B. router1
  2. Metric: 0
  3. Destination LAN NET: 192.168.1.0
  4. Subnet Mask: 255.255.255.0
  5. Gateway: 192.168.1.1
  6. Interface: ANY

Da die IP des PPTP-Servers statisch ist, muss diese nun logischerweise unter Gateway stehen.

Nun zu den PPTP-Client Einstellungen unter Services>VPN.

  1. PPTP Client Options: Enable
  2. Server IP or DNS Name: router1.no-ip.com
  3. Remote Subnet: 192.168.1.0
  4. Remote Subnet Mask: 255.255.255.0
  5. MPPE Encryption: noipdefault mppe required
  6. MTU: 1450
  7. MRU: 1450
  8. NAT: Enable
  9. User Name: Router2
  10. Password: Ganzgeheimespassworthiereinsetzen
  11. Save & Apply Settings

Wenn der Router2 vorher eine andere lokale IP-Adresse hatte (Standard: 192.168.1.1) sollte er nach kurzer zeit nun unter 192.168.2.1 erreichbar sein!

Dann noch den zweiten Router rebooten unter Administration>Reboot Router

Dann warten und hoffen das alles klappt.

Theoretisch braucht der 2. Router keine DDNS Adresse. Aber falls man den Tunnel andersherum aufbauen möchte, oder zusätzlich noch einen 2. PPTP Server starten will macht das Sinn (z.b. um sich von außerhalb per VPN direkt einklinken zu können)

Das sollte es gewesen sein. ;-)

 

Dieses Tutorial ist an das m.E. veraltete Originaltutorial aus dem DD-WRT Wiki angelehnt: http://www.dd-wrt.com/wiki/index.php/Point-to-Point_PPTP_Tunneling_with_two_DD-WRT

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