Der ILT und der holprige Weg zur HU

Lange nichts mehr geschrieben… Gab aber auch viel zu tun- gerade da ja ende März die Hauptuntersuchung ins Haus stand.
Das Hauptproblem bestand darin, dass noch ziemlich viele problematische und Sicherheitsrelevante Defekte an der Karre vorlagen, die noch vor der Prüfung behoben werden mussten. Dazu gehörte auch das Hinterachsdifferential (HAG) – das fing im Februar schon an, Geräusche zu produzieren, die auf eine geringe Restlebensdauer dieses „Gerätes“ hindeuteten. Ich vermute mal, das es ein Lagerschaden bei einer der 3 Wellen ist. Eine von denen hatte auch schon relativ viel axiales Spiel.

Ersteinmal musste das „kaputte“ HAG raus; also Kardanwelle ausbauen, das Diff selbst mit einem Wagenheber und die Antriebswellen, damit man wenigstens noch mit Vorderradantrieb weiterfahren kann.
Ging auch alles soweit so gut. Bis zu dem Punkt, an dem die letzte Antriebswelle rausmusste. Irgendjemand hatte sich mal gedacht, den O-Ring an der Welle weglassen zu müssen. Das Resultat war nun eine durch Rost verschmolzene Antriebswelle in der Radnabe des Antriebs. m(
Super! Als hätte man nich schon genug zu tun. Naja denkt man sich, geht schon irgendwie mit WD-40 und einem Hammer… Gesagt getan. 2 Stunden später: Welle hat sich immernoch keinen Millimeter bewegt. Da helfen dann doch nur die größeren Werkzeuge. Also Vorschlaghammer und Metallbolzen besorgt und mit viiiieeeel Gewalt darauf eingeschlagen. Und siehe da – sie bewegt sich!! Millimeter für Millimeter rutschte sie immer weiter aus der Radnabe. Der erste Teil war geschafft. Blöderweise war der Kopf der Welle nun etwas platt geschlagen…

Dann war ersteinmal die Halterung der Benzinpumpe dran. Dort waren die Gummipuffer bereits abgerissen, sodass nurnoch die Gegenplatten mit Gewinde aus dem Unterboden schauten. Da diese sich natürlich laut Murphys Law nicht mit einer Zange extrahieren ließen, musste ich zweit Muttern auf die Flächen schweißen. Und das direkt neben der gefüllten Benzinleitung… Ist aber alles gut gegangen- die Überbleibsel der Gummipuffer ließen sich danach auch wunderbar rausdrehen. Danach noch die Fläche am Unterboden entrostet, Rostumwandler drauf und Unterbodenschutz übergepinselt. Fertig.

Dann ist mir eine Unebenheit zwischen den Handbremsseilen am Ende des Batteriebodens in der Mitte aufgefallen. Ein paar Schraubendreherstöße später, hielt ich ein Häufchen Rost in der Hand, und ein großes Loch klaffte im Boden. Das musste natürlich geschlossen werden. Also Flex mit Drahtbürstenaufsatz herbeigezaubert und das Loch rundherum so gut wie möglich entrostet bzw. entlackt, damit ich dort schweißen konnte. Dann noch schnell ein Blech angefertigt und möglichst passgenau eingesetzt. Hält. UB drüber und Fertig.

Bevor ich mit dem Batterieboden angefangen habe, fand ich ein neues Loch direkt vor dem Batterieboden im Unterboden. Dort hatte jemand gemeint, ein von der Unterseite fast unlackiertes, dünnes Blech quer am Boden entlang auf das fast durchgegammelte Blech braten zu müssen. Wird ja immer schöner. Mit dem Schraubendreher zwischen den Blechen konnte man richtig den Rost knischen hören. Wenn ich da nichts mache, ist das irgendwann sowieso dran. Also wieder die Flex geschnappt und raus damit. Ersteinmal das erste Blech raus, damit ich das originale begutachten konnte. Bei so viel Rost war der alte Boden nichtmal mehr zu erkennen geschweigedenn zu retten. Also auch das raus. Denn die Batteriehalterung ist dort auch montiert. Und auf vergammeltem Blech hält die eine Batterie beim Bremsen auch nicht mehr.
Nachdem ich ein halbwegs brauchbares Blech aus zwei Blechen zusammengeschweißt hatte, sah ich beim Einpassen, dass der Batterieboden auf der der vorderen gesamten Länge vom Rost ausgefranzt war. Der war auf jedenfall als nächstes dran. Hilft ja alles nichts. Wie ich überkopfschweißen liebe… Das Blech war mit allem drum und dran in einem Wochende drin. Klingt einfach, war es aber nicht.

Eine Woche später kam der Batterieboden selbst an die Reihe. Sehr unangenehme Sache. Der Alte Boden musste erstmal raus- wie vieles andere an der Kiste ja auch 😀
Dann wieder die Flex- halt nein das ging so mit der Hand 😀 – also das Blech mit der Hand größtenteils abgezogen wie Papier. An den Engstellen, an dem der Rahmen den Weg versperrt kam dann der Dremel und die Blech-hin-und-her-bewegen-bis-es-abfällt-Methode zum Einsatz. Dann noch Großflächig entrosten. Das Nachfertigen war wieder etwas komplizierter. Da der Rahmen es nicht zuließ, das Blech in einem Stück dort drunter zu schieben, musste ich es in drei Teilen einsetzen und zusammenschweißen. Dafür habe ich 1mm dickes und verzinktes Blech benutzt. Das hält mindestens 60 Jahre. 😀 Von dem Ergebnis habe ich leider keine Fotos gemacht, da ich um 3 Uhr Morgens dazu einfach keine Lust mehr dazu hatte – der Boden musste fertigwerden, damit ich nach Hause fahren konnte und wollte. 😀

Wenn ich gerade schonmal dabei war, Sachen zu tauschen, befasste ich mich Tage später mit den Motor/Gtriebe Gummimetalllagerungern, die bei div. Händlern extrem überteuert verkauft werden. Drei von dem HAG waren noch brauchbar, die sollten die drei oberen der Motorlagerung ersetzen. Denn beim langsamen Beschleunigen machte sich immer mehr ein ruckelnder Motor bemerkbar- d.h. dort war irgendwas lose oder einfach nur platt- und das wortwörtlich:

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Etwas später waren diese auch getauscht und der Motorblock auch mal fest am Rahmen verschraubt.

Dann war die Stelle im Unterboden auf der Fahrerseite dran. Typischer Pfalzrost der von VW ja von Haus aus vorgegeben war. Geschlampte Produktion in den Ostländern sorgt für entspechende Resultate nach 30 Jahren.
Dort half auch nurnoch die Flex. Ca. einen halben Quadratmeter rausgeflext um dann ein 1mm verzinktes Blech einsetzen zu können. So muss das – das Rostet erstmal nicht mehr so schnell.

Damit das Hinterachsgetriebe auch etwas zum antreiben hatte, musste ich noch die Antriebswelle insten deren Gewinde ich plattgeschlagen hatte. Zum Glück hab ich in meiner Ersatzteilkiste noch eine NEUE Antriebswelle liegen gehabt (eigentlich zu schade zum einbauen), die dann den Platz der Alten einnehmen sollte. Aus den Teilen der kaputten Welle habe ich dann noch die andere „repariert“. Dort war ein Gleichlaufgelenk weit aus mehr ausgeschlagen, als das der kaputten Welle. Also das auch noch rumoperiert und dann direkt noch frisches MoS2-Fett eingepresst und neue Schellen und Manschetten verbaut.

Der Getriebeeinbau gestaltete sich als Herausforderung. Der Ausbau funktionierte mit einem Wagenheber weitaus einfacher als der Einbau. Zum Glück war ein Kumpel bereit mir dabei zu helfen, sonst hätte ich wahrscheinlich noch länger beim balancieren und rangieren gebraucht.

Kurze Zeit später war alles festgeschraubt. Nein- fast. Die letzte Schraube wollte auf den Tod nicht ins Gewinde reingehen – das hat mich glatte 3 Stunden gekostet (incl. HAG & AW losschrauben) um rauszufinden was es zum Schluss gewesen ist: Der Schraubenkopf kollidierte mit einem kleinen Widerhaken der Schelle. m(
Den noch zusammengedrückt, und schon ging die Letzte auch ins Gewinde des Flansches.
Eigentlich sollte dann die Kardanwelle rein, aber komischerweise konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, wohin ich die Unterlegplatten samt Schrauben hingelegt hatte… Ärgerlich- 2 Tage vorm TÜV, zwei angetriebene Achsen im Fahrzeugschein stehend, aber nur Vorderrad funktionabel, weil die Kardanwelle fehlt, hilft auch nicht besonders beim Bestehen der Hauptuntersuchung. m(
Am Tag danach 30€ ärmer, hatte ich die gesuchten Teile in Neu bei VW per Express einfliegen lassen. Nun konnte ich auch die Kardanwelle endlich montieren und direkt den Allrad testen. Und siehe da – kein Murphy, keine versteckten Kosten versuchten das HAG am Betrieb zu hindern – alles funktionierte! Super! der TÜV- bzw. DEKRA kann kommen.

Neue Reifen hatte ich bereits, denn die Insa Dakar Turbo haben sich nach exakt einem Jahr und ca 13000km Straßenfahrt komplett runterradiert. Das sind und bleiben einfach nur Matschreifen 90% Gelände, 10% Straße. Meine Meinung.

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Außerdem musste ich noch einen Riss im Rahmen schweißen lassen – warum dort jemand ein Blech quer an den Träger geschweißt hatte, das zu dem Riss im nachhinein geführt hatte, ist mir nach wie vor schleierhaft:

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Aber zuguterletzt war der Iltis TÜV-Ready und es konnte losgehen.

Problematisch war schon die Frage des DEKRA-Prüfers, ob der Iltis permanent-Allrad hätte… (Da ich einen Tag vorher, die kardanwelle eingebaut hatte, war ich mit Allrad unterwegs und er war seit dem Umlegen des Hebels noch nicht rausgesprungen. D.h. also vorerst „ja“) Ein paar Erklärungen später hieß es dann: „Ähh okay, dann müssen Sie nachher mit Ihrem Auto auf den LKW Prüfstand, auf dem können Allradfähige Fahrzeuge getestet werden. Nachteil ist nur, dass es etwas eng bzgl. der Grube darunter werden könnte.“
Ja toll – gibts halt wieder ne extra Wurst für die besonders kaputten Fahrer.

Licht- check, Unterboden: „Wow Sie haben ja den halben Unterboden geschweißt!“ „Ja das war leider nötig, sonst hätten Sie den Hammer nachher in einem Hohlraum auf immer verloren, oder Ihnen wäre so viel Rost in die Augen gebröselt, dass Sie nie wieder das Sonnenlicht sehen können.“… Reifenaufhängung Spiel – check, Hinten: Radlager erhöhtes Spiel. Ach verdammt- „Aber das kann man ja nachziehen“. Puhh nochmal Glück gehabt.

Ab zum LKW-Bremsenprüfstand- was für ne Zitterpartie. Bei gegenläufigen Rollen, fängt das Gefährt noch mehr an zu schlingern, als beim „normalen“ Prüfstand. Blöderweise ist diese Grube im Weg und der Iltis drohte desöfteren dort hinein zu rutschen, was zur Folge hatte, dass der Bremstest 5x wiederholt werden musste. m(

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Ging aber doch noch alles gut 🙂

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Letzter Satz des Prüfers: „Wie?! Sie fahren den als Alltagsauto?? Das ist aber mutig!“ 🙂

 

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OpenVPN auf dem iPhone

Da sich manche bestimmt schon gefragt haben, ob es eine kostenlose Möglichkeit der OpenVPN Verbindung gibt, ohne die App von GuizmoVPN zu nutzen, möchte ich für diese Leute mal ein kleines Tutorial zur Verfügung stellen, mit dem diese Problematik aus dem Weg geräumt werden soll 😉

Wer schon diverse Sachen auf seinem Mobilen Handgerät installiert hat und der übelst Nerd ist, kann bei der Einrichtung weiterlesen.

Zu allererst benötigt man ein gejailbreaktes iPhone (ohne das ließe sich auch Guizmovpn nicht installieren) – wie Ihr das macht erfahrt Ihr hier: http://blog.iphone-dev.org/

In cydia werden so einige Pakete zu installation angeboten. Wir benötigen aber nur folgende:

  • OpenSSH*
  • SBSettings
  • OpenVpn Toggle for SBSettings
  • sudo
  • nano**

*(je nachdem, wie Ihr auf dem Iphone arbeiten möchtet – Ihr könnt auch als Alternative „Terminal“ installieren und alles auf dem Gerät selbst eintippen)
**(auch wieder jedem selbst überlassen, mit welchem Editor er lieber arbeitet – „vi“ sollte m.E. vorinstalliert sein)

So- da nun das wichtigste installiert ist, fahrt ihr mit dem Finger oben an der Info-Leiste entlang und SBSettings wid sich öffnen. Aktiviert nun SSH. Wenn Ihr schon mit Wlan verbunden seid, umso besser – denn am unteren Teil von SBSettings steht dann bereits die zugewiesene IP. Die anderen mögen sich bitte in ein Wlannetz einklinken und sich eine IP geben lassen…

Ihr geknechtetes Volk von Windowsusern möget euch bitte Putty.exe und WinSCP herunterladen und „installieren“. (Ich werde die möglichen auftretenden Probleme der Einrichtung und Bedienung unter Windows nicht supporten. Da seid Ihr selbst Schuld!)

An die Linux und Unix User unter euch: Willkommen im Club! Hier wirds einfacher gemacht, denn die benötigten Befehle sind ja schon vorhanden 😉

Zuallererst öffnet man das Terminal und begibt sich per „ssh“ auf das iPhone. Dies tut man mit

ssh root@IP-AdressevomIphone

Das standard root- und mobile Passwort ist „alpine“ – ich empfehle dringenst, diese beiden Passwörter abzuändern:

passwd root
passwd mobile

exit

Einrichtung:

So nun kann es Losgehen.

Ich gehe mal davon aus, dass Ihr die Zertifikate und die config Datei von eurem OpenVPN Server bekommen habt. (Beachten! Ich hab meine in conf.ovpn umbenannt!!)

Schiebt die Dateien auf das Iphone:

cd /Pfad/zum/OpenVPN/Zertifikate/Ordner

scp -r ./* root@IP-Adresse:/var/mobile/Library/OpenVpn/

Ladet euch die update-resolv-conf herunter, entpackt sie, schiebt sie auch in das Openvpn Verzeichnis und macht sie ausführbar:

scp update-resolv-conf root@IP-Adresse:/var/mobile/Library/OpenVpn/
ssh root@IP-Adresse
chmod u+x /var/mobile/Library/OpenVpn/update-resolv-conf

Nun muss das Passwort aus dem Zertifikat gelöscht werden, da Ihr sonst dies im Terminal jedesmal bei Verbindungsaufbau eingeben müsstet, was unmöglich ist, wenn man den Prozess dort nicht gestartet hat. Das ist natürlich ein Sicherheitsrisiko – gerade bei einem Handy. Daher empfehle ich den Passcode-Lock in den Einstellungen des Iphones zu aktivieren.

cd /var/mobile/Library/OpenVpn
cp my.key my.key.orig
openssl rsa -in my.key.orig -out my.key

Editiert nun die sudoers Datei:
(dadurch erlangt der User mobile das Recht, nur den Prozess openvpn-iphone als root ausführen zu dürfen)

nano -w /private/etc/sudoers

hinzufügen:
mobile  ALL= NOPASSWD: /usr/bin/openvpn-iphone

Dann die openvpn configs bearbeiten:

nano -w /var/mobile/Library/SBSettings/Commands/com.offinf.openvpnup

mit folgendem Inhalt ersetzen:

#!/bin/sh
/bin/rm /var/mobile/Library/SBSettings/Toggles/OpenVpn/OFF;
cd /var/mobile/Library/OpenVpn;
sudo openvpn-iphone –script-security 2 –config /var/mobile/Library/OpenVpn/conf.ovpn &

Datei bearbeiten:
nano -w /var/mobile/Library/SBSettings/Commands/com.offinf.openvpndown

letzte Zeile auskommentieren:

#!/bin/sh
/usr/bin/killall openvpn-iphone
#/bin/touch /var/mobile/Library/SBSettings/Toggles/OpenVpn/OFF

Zu guter letzt dann noch die Rechte an mobile vergeben und dann kann ein kurzer check über das Terminal erfolgen:

chown -R mobile.mobile /var/mobile/Library/OpenVpn

openvpn-iphone –script-security 2 –config conf.ovpn

Hat alles funktioniert? Keine Errors? Super!

Dann das Iphone rebooten mit

reboot

Fertig =)

Danach sollte auch der Aufbau der Verbindung mit dem SBSettingsToggle möglich sein.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen – ist zwar ne ziemliche Frickelei – aber es funktioniert!

(das Bild stammt von http://openvpn.net)

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iPhone 2G Displaytausch leicht gemacht

Nachdem ich mich schon seit längerem mit meinem HTC Touch Diamond (trotzdes ach so tollen Retina-Displays) abgequält habe, hab ich mich dazu entschlossen ein neues Display aus China zu importieren, da die Preise hierzulande nichtmal ansatzweise tragbar sind.
Das Display selbst tausche ich jetzt das 2. mal, da das 1. durch eine Art Wassereinbruch eine wichtige Stelle des Digitizers(touchempfindlicher Sensor) verloren hat und das iPhone daraufhin nicht mehr zu bedienen war. Blöderweise sind Glasscheibe, der Digitizer und das LCD Display zusammen als Modul verklebt, sodass man immer Alles austauschen muss. Das wurde ja glücklicherweise in der Folgegeneration behoben – da hab ich allerdings persönlich leider nichts von.
Durch meinen tollen Blog hab ich nun mal die Möglichkeit so ein Vorgang fototechisch zu dokumentieren.

Um soetwas zu bewerkstelligen, benötigt man natürlich auch Werkzeug, das mit solchen kleinen Schrauben harmoniert – mit ner Hilti kann man schließlich nicht besonders viel erreichen 😉

Bevor die „Betroffenen“ unter Euch jetzt nach der nächstliegenden Stichsäge greifen; lest Euch den Artikel erst durch und entscheidet dann, ob Ihr zu den Feinmechanikern oder doch zu den Grobmotorikern gehört – das ist bei sowas sehr Ausschlaggebend!

Zuallererst muss das Backcover runter; dazu erst das schwarze Plastikunterteil vorsichtig abziehen.

Um das Alucover zu entfernen, muss man nun 3 Schrauben lösen. Diese befinden sich an der Unterkante des Deckels – 2 an der Seite -links und rechts und in der Mitte eine kleine. Dann das Alucase vorsichtig aufhebeln – hier kann es schnell passieren, dass man das Gehäuse beschädigt – also aufpassen!

Nach erfolgreicher Extraktion muss noch das Flachbandkabel zum Logicboard abgezogen werden, und dann ist der Alu-deckel schonmal ab:

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Nun die 2 Antennenverbindungen von oben lösen (die beiden am Logicboard) – die unteren können dranbleiben.

Als nächstes muss das Logicboard raus – hierbei am meisten Aufpassen – so ein Herzstück ist verdammt teuer, wenns kaputt geht.
Hier müssen 3 Schrauben gelöst werden – eine kleine oben links und jeweils eine unten links und rechts. Beim „Aufklappen“ des Boards von oben, mit einem nicht leitenden Objekt vorsichtig die Steckverbindungen des Boards lösen und das breite Flachbandkabel vorsichtig aus dem Stecker ziehen.

IMAGE_121.jpg

Nun kann das Board mitsamt des Akkus extrahiert und beiseite gelegt werden.

Dann muss der Displayrahmen runter – ganz simpel: alle Schrauben rundherum lösen und das Teil nach vorne hin abnehmen.

Jetzt wirds etwas knifflig – das Display ist am oberen Rand und am unteren mit dem Gehäuse verklebt!! Hier muss man auch wieder besonders aufpassen, da durch Biegen, Gewalteinwirkung, Anwendung diverser Bohrer, Pressmaschinen, Fräsen etc. das Glas kaputt gehen kann. Hier am Besten irgendetwas Flaches, und seeehr dünnes benutzen – ich hab in meinem Fall nen Cutter benutzt. Das Display ist zusätzlich noch im gehäuse verhakt (an 3 Stellen auf beiden Seiten). Hier vorsichtig aushebeln. Wenn das Rumgenudle geklappt hat, kann man das Display vom Homebutton aus vorsichtig aufklappen (Achtung: der Homebutton macht sich dabei selbstständig- den auch beim Zusammenbau an dieser Stelle nicht vergessen! Kommt alles vor :D):

Dann müssen die Flachbandkabel des Displays umgeklappt und durch das Gehäuse geschoben werden – hier auch wieder aufpassen, dass nichts am Body verbiegt! Und schon ist das Display draußen! 😉

IMAGE_124.jpg

Das original Display hat am Lautsprecher ein kleines Gitter, das gegen Schmutz/Staub schützt, aufgeklebt, was das Ersatzdisplay nicht hat (meins zumindest nicht). Das kann man mit einer Pinzette vorsichtig abziehen und beim neuen Display aufkleben. Auch darauf achten, dass vorher wirklich alle Schutzfolien abgezogen worden sind (auch die vom Spiegel auf der Rückseite).

Wenn die Klebefolie oben und unten vom Gehäuse noch brauchbar ist, kann man diese noch weiterverwenden. Wenn nicht, dünnes-beidseitiges Klebeband zurechtschneiden und aufkleben – oder das als „Ersatzteil“ kaufen.

Dann im Grunde mit dem neuen Display alle Schritte rückwärts durchführen – fertig!

Noch ein Hinweis: Beim Verbinden des Logicboards mit den Flachbandkabeln einen sehr dünnen nicht leitenden Gegenstand zum aufdrücken der Stecker aufs Board benutzen – da braucht man wirklich Fingerspitzengefühl – Grobmotoriker haben da keine Chance!!

Und achja: Für div. Schäden bei Software und/oder Hardware die dadurch entstehen sollten, seid Ihr natürlich verantwortlich – da übernehme ich natürlich keine Haftung.

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iTunes Ping

Sicherlich gibt es einige unter euch die genau wie ich diese neue Funktion „Ping“ nicht mögen und nicht nutzen wollen. Blöderweise gibt es keine Möglichkeit dies unter dem nativen Einstellungsmenü zu deaktivieren.

Um die Sidebar und das neue Dropdown-menü verschwinden zu lassen, müssen blos folgende Zauberworte ins Terminal eingefügt werden:

defaults write com.apple.iTunes hide-ping-dropdown 1

defaults write com.apple.iTunes disablePingSidebar 1

Und schon wird man nach einem iTunes neustart nicht mehr belästigt 😉

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Iltis.

Nach einer etwas längeren Pause komm ich nun auch mal wieder zum Schreiben. 😉
Nicht dass hier jemand denkt, ich hab die Arbeit eingestellt und alles so auseinandergeflext stehen gelassen. 😀

Der Kotflügel und der Staufachboden sind mittlerweile fertig und müssen nurnoch in einer bronzegrünen Farbe gespritzt werden:

Kaum bin ich mit der Sache fertig, gehts an den hinteren Radkasten, denn dort wurde ein Finger-großes Loch vergessen – was dann immer zu Wassereinbrüchen im Innenraum hinten geführt hat. Nach einer genauen Analyse konnte ich direkt feststellen, dass der Batterieboden auch von dem braunen Zeug betroffen war. Das Blech war dort so dünn wie Papier – ich konnte das einfach mitsamt dem Unterbodenschutz abziehen… 😐
Da dort bei Regenfahrten weniger Wasser hingeschleudert wird, als in den Radkästen, hab ich zum Nachdenken, wie ich das wieder über dem Rahmen schließe, mit dem Loch im Radkasten weitergemacht und weitere Rostlöcher durch Aufflexen „entfernt“.
Um es kurz zu machen – nach 24 Stunden Arbeit sah das ganze so aus:

Ach und das Rostloch auf der anderen Seite vom Zwischenblech von Motor und Innenraum habe ich auch noch behandelt:

Das ganze ist natürlich schon grundiert, überspachtelt und mit U-Bodenschutz überkleistert…

Und als ich mal wieder warten musste, bis irgendwas davon getrocknet war, hab ich nach dem Stöbern in der Ersatzteilkiste auch das Original Emblem gefunden – 5 min und schon wars dran … Sieht doch so schon viel besser aus 😀

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Als nächstes muss ich dringend mal den Batterieboden fertigmachen – der ist momentan immer noch offen und die Lichtmaschine tauschen – da wird wohl mindestens eine Diode kapott sein, denn die Bordspannung liegt bei der Leerlaufdrehzahl bei 21V – zwischendurch springt sie aber auch mal auf 23/24V – trotzdem mist… Die müsste eigentlich bei 28V liegen 😐 Wenn ich Zeit hab, bau ich das Ding mal auseinander und mess das durch. Wenn ich dazu auch noch Glück habe, ist es ein Wackelkontakt im Kabelbaum – wär nicht das erste mal… (Nachtrag: es war ein Wackelkontakt xD )

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